Malerei, Installation, Performance, Film, Fotografie und digitale Medien
Die Künsterler*innen: Marten Blatt * Gretha Boenisch * Tamino Dathe * Stefanie Heinrich * Vaira Janz
Das 2025 gegründete, fünfköpfige Krisenkollektiv erforscht in interdisziplinärer Zusammenarbeit das Erleben und Bewältigen von Krisen – individuell wie gesellschaftlich. Die künstlerische Auseinandersetzung erfolgt mit unterschiedlichen Medien: Malerei, Installation, Performance, Film, Fotografie und digitalen Medien. Unterschiedliche Kompetenzen und interdisziplinäre berufliche Erfahrungen fließen ein, verschiedene Blickwinkel werden miteinander verschränkt und machen die Zusammenarbeit innerhalb des Kollektivs produktiv und unverwechselbar.
Der gemeinsame Arbeitsraum dient dabei als Experimentierfeld: Hier entstehen Reibungen und kreative Impulse, die inneren Gruppenprozesse ebenso Ideen beleuchten wie äußere gesellschaftliche Brüche.
Die Künstler:innen verstehen ihre internen Spannungen nicht als Konkurrenz zu globalen Krisen, sondern als Mikrokosmos, in dem Mechanismen des Zusammenwirkens erforscht werden. Die Krise gilt als
produktiver Normalzustand, aus dem neue künstlerische Positionen hervorgehen und kollektive Diskurse angestoßen werden. So wird der Kosmos einer Gruppe künstlerisch erforscht, hinterfragt und
darauf aufbauend künstlerische Positionen entwickelt, die dazu geeignet sein können mit dem Kollektiv in den Diskurs zu gehen.
Die Ausstellung „Wrackmente“ zeigt gemeinsame Arbeiten aus kollektiven Workshoptagen (u.a. Mahlzeit, 2025) sowie Werke, die auf Positionen anderer Mitglieder reagieren.
Das Wort „Wrack“ in der Wortneuschöpfung „Wrackmente“ bezieht sich in der mittelniederdeutschen und damit niedersächsische Sprache für „herumtreibender Gegenstand“. Ausgehend von diesem Begriff entstehen so z.B. Arbeiten, die Fundstücke des Alltags wie „Wasch Dir mal die Hände“ von Stefanie Heinrich, in den Fokus nehmen. Auch wird der Begriff erweitert um „herumtreibende Lebewesen“: fotografische Arbeiten wie „poner la Mesa“ von Vaira Janz macht Menschen sichtbar, die zu Kommunikation zusammenkommen aber dann wieder auseinanderdriften.
Das Wort „Wrackmente“ enthält das Wort „Fragmente“: so bringt Marten Blatt z.B. Bruchstücke von popkulturellen Referenzen als Sinnbild von Verwirrtheit und Überforderung, einem Spiegelbild
unserer heutigen Gesellschaft, mit seinen Malereien ein.
So entsteht im Ganzen eine Ausstellung, die die einzelne Person und die Gesellschaft, teils auch mit selbstironischem Blick; in das Zentrum stellen.
Eröffnung am Samstag, 01. August 2026 um 18 Uhr
Künstlergespräch: Freitag, 14. August 2026 um 16:30 Uhr
Öffnungszeiten: Mi + Fr 15 – 18 Uhr, Do 17 – 20 Uhr
Der Eintritt ist frei