Aktuelle Ausstellung

Susanne Jörgen, Hamburg

„auf Draht sein“

Drahtskulpturen und Rötelzeichnungen

 

Vernissage am Samstag, 16.02.2019 um 18:00 Uhr

Ausstellungsdauer vom 16.02. - 15.03.2019

Öffnungszeiten Mi. bis Fr. 15:00 - 18:00 Uhr

 

Drahtakt – Büsten, Torsi, ein fast lebensgroßer Zentaur – in zahlreichen Kreisen, Schleifen und Knäuel wickelt sich der Draht um imaginäre Körper, um selbst Körper zu werden. Filigran und leicht. Fast schwerelos. Sie stehen nicht. Sie ruhen nicht. Sie hängen - unsichtbar befestigt an den Decken. So kann man sie umkreisen oder – wenn ein Luftzug den Raum erfasst – in Bewegung sehen.

Werden die Skulpturen beleuchtet, so werfen ihre Strukturen bizarre Schattengebilde, die immer wieder neue beeindruckende Figurationen an die Wände zeichnen. Die Skulptur an den Wänden verdoppelt sich. Ihr Schatten aber erscheint weder flach noch dunkel, sondern wird erneut ein plastischer, lichtdurchwirkter Körper.

 

Die Figuren verändern ihren Ausdruck. Sie spiegeln die unterschiedlichen Dimensionen des Lebens wider. Nichts ist so, wie es scheint. Betrachtet man die Dinge in einem anderen Licht, verändern sich auch die Dinge. Der Schatten wird erneut ein plastischer, lichtdurchwirkter Körper - ein neuer Körper wird geschaffen. Die Skulptur nimmt die Züge einer Zeichnung an.

 

Zeichnung und Drahtskulpturen liegen bei der Künstlerin Susa Jörgen nah beieinander. In den Aktzeichnungen lassen sich bei Nahsicht verdichtete punktuelle Setzungen ausmachen, die einem Gewebe gleich, eng oder durchlässig verknüpft sind. Damit gelingt es ihr, die plastische Erscheinung des Körpers genau heraus zu arbeiten. Manchmal verkehrt sich auch das Verhältnis zwischen der Skulptur und ihrem Abbild - dann nimmt die Skulptur die Züge einer Zeichnung an und ihr Schatten wird zum dreidimensionalen Körper.